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Ruth-Schaumann-Schule

Staatliche Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige in Lebach

Weltrekordversuch

Die Klassen 3a, 3 b und 4 haben am 23.April um 10 Uhr am Weltrekordversuch zur größten Unterrichtsstunde der Welt teilgenommen.

Frau Eichenseher fragt: „Was macht dieses Kind?“ Die Kinder erkennen: Es kann nicht zur Schule, weil es schwer arbeiten muss.

Die Schüler haben gut aufgepasst und Fragen gestellt.


Jeder hatte am Ende einen Button bekommen: „Ich war dabei!“

 

Ins Leben gerufen wurde dieses Ereignis von:

 Globale Bildungskampagne
c/o Oxfam Deutschland e.V.
Greifswalder Str. 33a
10405 Berlin
Tel: + 49 (0) 30- 45 30 69 56
Fax: + 49 (0) 30- 45 30 69 39

E-Mail: info@bildungskampagne.org
www.bildungskampagne.org

Die Unterrichtsstunde hatte folgenden vorgeschriebenen Inhalt:

Thema: „Die Bedeutung von guter Bildung für alle“

Ziele:

1. Die Bedeutung einer guten Bildung verstehen.
2. Kenntnisse über die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu Bildung haben, erlangen.
3. Sich bewusst werden, welche gravierenden persönlichen und gesellschaftlichen
Auswirkungen Analphabetismus hat.
4. Politikerinnen und Politiker über die Bedeutung von Bildung unterrichten und zum schnellen Handeln auffordern.
 

A. Einführung: Was ist ein Weltrekord? 

B. Gute Bildung

Die Teilnehmenden werden aufgefordert, darüber nachzudenken, unter welchen Bedingungen sie gut bzw. schlecht lernen können.
Im Anschluss folgen einige Beispiele für die schlechte Bildungssituation in vielen armen Ländern.

 C. Ausgrenzung beenden

Es wurde erklärt, dass viele Kinder gar keinen Zugang zu Bildung haben. (72 Millionen – das entspricht in etwa der Zahl aller Schulkinder Westeuropas und der USA!)
774 Millionen Erwachsene auf der Welt können weder lesen noch schreiben. (Das entspricht der Gesamtbevölkerung aller europäischen Staaten und Russlands zusammen.).
Viele Kinder können überhaupt nicht zur Schule gehen.

Warum?
Armut: Viele Kinder, besonders in armen Familien, müssen arbeiten, statt in die Schule zu gehen. Arme Familien können häufig die Kosten für den Schulbesuch, wie Schulgebühren, Schuluniformen usw., nicht tragen. Waisen sind in besonderem Maße betroffen.

Wohnort: In vielen Ländern ist die Regierung nicht gewillt oder nicht in der Lage, genug Schulen zu bauen. Vor allem in ländlichen Regionen sind die Schulen dann oft so weit vom Wohnort entfernt, dass sie für die Kinder unerreichbar sind, zumal keine Transportmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Geschlecht: Wenn das Geld nicht reicht, werden eher die Jungen als die Mädchen zur Schule geschickt. Viele Eltern lassen ihre Töchter auch deshalb nicht zur Schule gehen, weil der Weg zur Schule nicht sicher ist oder sie befürchten, dass Mädchen in der Schule oder auf dem Weg dorthin sexuell belästigt oder gar missbraucht werden. Frühes Heiraten, keine nach Jungen und Mädchen getrennten Sanitäranlagen in Schulen und das Fehlen weiblicher Lehrkräfte sind weitere Gründe dafür, dass viele Mädchen nicht in die Schule gehen.

Konflikte und Vertreibung: Kinder, die in Kriegs- und Krisenregionen leben, haben häufig keine Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Viele Kinder leben jahrelang in Flüchtlingslagern, in denen es keine Schule gibt.
Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit: In einigen Ländern werden ethnische Minderheiten besonders benachteiligt. Viele Regierungen lehnen es ab, Unterricht in der Sprache einer ethnischen Minderheit anzubieten. So gehen Kinder aus Minderheitengruppen häufig gar nicht in die Schule.

 D. Die Bedeutung von guter Bildung für ein Ende der Ausgrenzung
Wie würde deine Zukunft anders aussehen, wenn du weder lesen, schreiben noch rechnen gelernt hättest?
Die Regierungen von 191 Ländern haben im Jahr 2000 im Rahmen der UN-Millenniumserklärung jedem Kind eine gebührenfreie und gute Grundbildung versprochen haben, doch dieses Versprechen wird nicht eingehalten.
Das Ziel lautet, bis zum Jahr 2015 allen Mädchen und Jungen sowie Erwachsenen Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Bislang sind die Regierungen weit von diesem Ziel entfernt.
 

E. Auswertung
In diesem Teil fragen Sie das neu Erlernte ab.
 

Die Registrierung des Weltrekordversuchs

► Die Namen aller Teilnehmer/innen wurden in Druckbuchstaben auf dem Teilnahmebestätigungsformular eingetragen.
► Frau Maaß und Frau Baum haben als zwei unabhängige Zeugen das Formular unterschrieben.
► Anschließend wurde die Bestätigung über die Teilnahme an die Globale Bildungskampagne zur Vorlage bei Guinness World Records zurückgesandt.
 

Wer sich genauer mit diesen Themen beschäftigen möchte, kann unter folgender Webseite mehr finden: 

www.bildungskampagne.org