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Staatliche Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige in Lebach Die neuen
Medien Heute
steht es außer Frage, dass Computer und Schule zusammengehören. Für
ITG, die ab dem 7. Schuljahr fächerübergreifend stattfinden soll, wurden
folgende Lernziele formuliert: •
Fähigkeit zur Handhabung der Computeranlage •
Einblick in den Aufbau und die Funktionsweise der Computeranlage •
Einblick in die Geschichte technologischer Entwicklungen •
Einblick in computergeführte Steuerungen •
Einblick in die Anwendung der Neuen Informationstechnik in der Praxis •
Einblick in die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen durch die
Verbreitung der Mikroelektronik •
Wissen um die Notwendigkeit des Datenschutzes und der Datensicherung In
einem Rundschreiben des Kultusministeriums vom Juni 1988 heißt es hierzu: Da auch für die Lehrer die Neuen Medien zu diesem Zeitpunkt noch äußerst ungewohnt waren, und älteren Kollegen zudem suspekt und angsteinflößend schienen, wurde auch die entsprechende Lehrerfortbildung in Angriff genommen.
Nachdem
diese Grundlagen und Voraussetzungen geklärt waren, stürzten auch wir uns 1988
in das große Abenteuer: wir schafften uns Computer an. Die
ersten Personalcomputer (PC), die
damals zu relativ erschwinglichen Preisen auf dem Markt waren (ca. 3000 DM pro
Einheit, ohne Drucker), waren sogenannte Desktop-PC´s, also Geräte, die auf
dem Tisch plaziert wurden. Sie bestanden lediglich aus der Mindestanforderung,
aus dem eigentlichen Rechner mit Diskettenlaufwerk, einem Monitor, einer
Tastatur und evtl. einer Maus. Das war die sogenannte “Hardware". Als
“Software" waren dann noch das Betriebssystem, damit die Computer zuerst
einmal zum Laufen gebracht werden konnten (damals DOS 3.2), sowie
Anwendungsprogramme nötig. Wir
kauften 3 Einheiten und einen Drucker. Kostenpunkt: ca. 10.000 DM.
Unsere
ersten Computer Erwachsene
Gehörlose traten, weil zu dieser Zeit das Interesse groß war, mit dem Wunsch
nach einem Computerkurs an uns heran. Wir konnten ihnen einen Kurs als Einführung
in die Welt der Mikroelektronik anbieten und durchführen. Die Computeranlagen
waren ja vorhanden. Da
nichts zur Zeit auf der Welt so schnelllebig ist wie die Informationstechnik,
kamen schon 1990 die ersten “Windows-Rechner" mit den entsprechenden
Windowsprogrammen auf den Markt. Windows ist eine Benutzeroberfläche, die das
Arbeiten mit den Programmen doch sehr erleichtert. Statt Befehle zu tippen,
werden nur die entsprechenden Schalter mit der Maus angeklickt. Zudem sind alle
Windowsprogramme einander ähnlich, und alle greifen auf den gleichen
Druckertreiber zurück. Daher
kauften wir 1992 einen neuen Windows-Rechner, diesmal mit einem Laserdrucker
(s/w), und einen VGA-Farbmonitor; und wir genehmigten uns noch obendrein, quasi
als Sahnehäubchen einen Farb-Scanner zum damaligen stolzen Preis von ca. 3300
DM. Das ganze deklarierten wir dann als Lehrerrechner, der also für Schüler
tabu war, es sei denn, der Lehrer saß daneben. Zur
gleichen Zeit wurde in unserem Schulgebäude ein Klassenzimmer frei. Daher
nutzten wir die Gelegenheit, diesen Raum als Computerraum einzurichten. (Der
Raum, der vorher benutzt wurde, war klein und nach hinten zum Wald liegend
dunkel und feucht, also für elektronische Bauteile denkbar ungeeignet.) Von
der Zeit, in der man mit einem Diskettenlaufwerk mit 360 Kilobyte zurecht kam,
kann man heute nur noch träumen. Heute arbeitet man bereits mit Festplatten im
mehrfachen Gigabyte-Bereich.
Blick
in unseren neuen Computerraum
Mittlerweile
ist ein anderes Schlagwort allgemein verbreitet: Multimedia. Viele
moderne Programme setzen eine solche Konfiguration voraus: Lexika werden heute
nicht mehr als mehrbändige Werke gekauft, sondern als eine
“Silberscheibe", eine CD-ROM. Sie kosten wesentlich weniger und bieten
ein Vielfaches an Information: Zwar können in einem Buch neben Text auch Bilder
dargestellt werden, aber Videosequenzen als dokumentarische Filmausschnitte oder
Tonaufnahmen sind in einem Buch nicht möglich, wohl aber mit Multimedia. Auch
findet man ohne längeres Blättern weitere zusätzliche Informationen zu einem
Begriff durch Verweise, sogenannte “Links", die man nur anzuklicken
braucht, um zu einer anderen, weiter vertiefenden Information verwiesen zu
werden. Noch
ein anderer Begriff ist in der letzten Zeit als Schlagwort in aller Munde: das Internet. Seit 1998 haben auch wir einen Internetanschluss. Wir sind
nun also auch in der Lage, durch “surfen" im world wide web (www)
Informationen aus der ganzen Welt in unsere Schule zu holen. Es
gibt eigentlich nichts, was nicht im Internet angeboten wird. Das Angebot ist
enorm, aber auch für den Anfänger unübersichtlich und chaotisch. Was
das Internet betrifft, sind wir erst in einem Versuchsstadium, also erst am
Anfang der Entwicklung. Und es muss noch viel Zeit und Geld investiert werden,
um sich immer weiterzubilden und auf dem Laufenden zu bleiben. Zwar haben wir
bisher noch keine eigene "Homepage", jedoch eine e-mail
Adresse, über die wir weltweit kommunizieren können:
HoerbehSchuleLebach@t-online.de Seit
2002 haben wir jetzt auch eine eigene Homepage. Die Adresse lautet: www.hoerbehindertenschule-lebach.de. Wir
sind nun noch einen Schritt weiter gegangen. Computeranlage
in einer Klasse, deren Anschaffung durch eine großzügige Spende des Vereins für
Gemeinschaftspflege (VfG) ermöglicht wurde
Im Moment
sind wir, was die Hardware betrifft, sehr gut ausgestattet. In die Software müssen wir jedoch in der nächsten Zeit noch viel Geld investieren, da Schullizenzen, also die Genehmigung, ein Programm auf allen Schulrechnern benutzen zu dürfen, sehr teuer sind. Seit
Sommer 2006 haben wir unsere Computeranlage nochmals auf den neusten
Stand gebracht. Ausblick: Ob
sie jemals kommen wird, und wo sie endet: wer weiß? Unser Computersaal 2007 mit neuer PC-Anlage
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