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Ruth-Schaumann-Schule

Staatliche Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige - Lebach

Frühförderung

An unserer Schule wurde bereits im Jahr 1964 eine Abteilung für „Hausspracherziehung“ eingerichtet. Ziel der Hausspracherziehung war es, gehörlose Kinder schon im Vorschulalter zu Hause aufzusuchen und in der Familie im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten zu fördern und auf den Besuch des Gehörlosenkindergartens vorzubereiten.

Im Jahr 1991 wurde das Konzept der Hausspracherziehung personell und inhaltlich den neuesten Erkenntnissen aus Medizin, Technik und Hörgeschädigtenpädagogik angepasst, was sich auch in dem neuen Namen „Frühförderung“ zeigte.

Das Team unserer Frühförderung  arbeitet seitdem nach dem Prinzip des „hörgerichteten Spracherwerbs“. Zeitlich umfasst die Frühförderarbeit zwei Phasen:

  • Die erste Phase bemisst die Zeitspanne von der Entdeckung des Hörschadens bis zum Eintritt des Kindes in den Kindergarten (0 - 3 Jahre).

  • Die zweite Phase umfasst den Zeitraum vom Beginn des Kindergartenbesuchs bis zur Einschulung des Kindes (3 - 6 Jahre).

Bis zum Jahr 1998 gehörten alle hörgeschädigten Vorschulkinder des Saarlandes zu unserem Aufgabenbereich.

Von den hörgeschädigten Kindern ohne zusätzliche Behinderung, die wir von Anfang an bis zum Schuleintritt betreuten, konnten fast ausnahmslos alle zielgleich in einer Regelschule unterrichtet werden.

Im Januar 1998 wurde an der Caritas-Klinik St. Theresia in Saarbrücken eine neue Frühförderstelle eingerichtet, die landesweit alle hörgeschädigten Kinder der ersten Phase (0 - 3 Jahre) betreut.

Die Schwerpunkte unserer Arbeit sind:

    Optimale Ausnutzung der noch vorhandenen Hörkapazitäten,

    Vom Hören zum Sprechen: natürliche, muttersprachliche Sprach- und Sprechförderung,

    Beratung der Erzieherinnen, Stützpädagoginnen und Eltern,

    Kontrolle und Optimierung der Hörhilfen,

    Kind-Eltern-Nachmittage: spielerische Hörübungen, rhythmisch-musikalische Spielhandlungen, 
wie z. B. Kreisspiele, Bewegungslieder, Klangspiele, Schattentheater.

 

Das Team der Frühförderung:

von links:

Anke Powilleit, Ursula Küster, Gabriele Ebert, Barbara Licht, Dorothea Mendzigall