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Ruth-Schaumann-Schule
Staatliche Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige in Lebach

Miteinander Zirkus hautnah erleben -
Lebendiges Schulleben - eine pädagogische Selbstverständlichkeit für die benachbarten Ruth-Schaumann- und Nikolaus-Groß Schulen

Erste, gemeinsame Projektwoche von Ruth-Schaumann-Schule, Staatl. Schule für Gehörlose und Schwerhörige und Nikolaus-Groß-Schule, Bischöfliche Grundschule, Lebach mit dem "Circus Oriental" vom 15.09. - 21.09.08


Nachdem die Kinder das Zirkuszelt in gemeinsamer, reibungsloser und rücksichtsvoller Arbeit aufgebaut hatten, schlüpften sie in ihre selbstgewählten Artistenrollen: Fakire, Bodenakrobaten, Seiltänzer, Clowns, Zauberer, Tiger, Schlangenbeschwörer, Artisten am Trapez und Vertikalseil, "Die stärksten Männer der Welt"...
Eine Woche lang studierten sie mit dem Zirkuspersonal sowie den Lehrkräften und Eltern ihre Programmnummern ein.

Förderung der Gesamtpersönlichkeit

Es ging nicht um spektakuläre Höchstleistungen, die die Kinder während der Woche erbringen sollten. Vielmehr stand das Miteinader-Erleben und Miteinander-Gestalten von hörenden und hörbehinderten Kindern im Vordergrund und damit die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung der Kinder. Teamgeist, Grenzerfahrung, Konzentration, Ausdauer und Kreativität waren beim täglichen Trainieren der Zirkusnummern gefordert. Natürlich fehlten Spaß und Freude nicht.

Höhepunkt

Der Höhepunkt der gemeinsamen Projektwoche war die Zirkusvorstellung am Sonntagnachmittag.Zuvor fand am Morgen ein gemeinsamer Gottesdienst mit Pfarrer Hans-Georg Müller, Lebach, statt. Gebärdensprachlich unterstützte Katrin Baum von der Ruth-Schaumann-Schule.
Danach hieß es für 150 Schülerinnen und Schüler der Nikolaus-Groß-Schule (Grundschulklassen 1 - 4) und 50 SchülerInnen der Ruth-Schaumann-Schule (Klassen 1 - 5) "Manege frei".
In einem proppenvollen (bis auf den letzten Platz besetzten) Zirkuszelt boten sie ihre Kunststücke und Artistennummern dar. Es war faszinierend zu beobachten, mit welcher Konzentration, Geschicklichkeit, Kreativität, Anstrengung, Freude und Spaß die Kinder ihre Nummern präsentierten und damit das Publikum in ihren Bann zogen. Mit tobendem Applaus brachte dieses seine Begeisterung zum Ausdruck. Strahlende Kindergesichter mit leuchtenden Augen spiegelten den Dank wider.



Fazit:
Eine gelungene Projektwoche, in der sich hörbehinderte Kinder in der Gemeinschaft der Hörenden angenommen und verstanden fühlten.

Das Projekt wurde finanziert vom Förderkreis der Ruth-Schaumann-Schule, dem Förderverein der Nikolaus-Groß-Schule, dem Landesjugendamt und der Stadt Lebach.

Die Schulgemeinschaft der Ruth-Schaumann-Schule bedankt sich bei allen Sponsoren für Ihre Unterstützung.

Rita Schweitzer