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Ruth-Schaumann-Schule

Staatliche Förderschule für Gehörlose und Schwerhörige in Lebach

Bericht in der Saarbrücker Zeitung vom 21.Juli 2006


Sein Geschenk, ein T-Shirt von Felix, zog Ministerpräsident
Peter Müller gleich an.
   Foto: Thomas Seeber

Ein T-Shirt von Felix für Chef vom Saarland

Ministerpräsident Müller informierte sich im integrativen Kindergarten

Zum Auftakt seiner Sommertour im Kreis Saarlouis besuchte Peter Müller den städtischen Kindergarten in Steinbach. Dort werden auch fünf hörbehinderte Kinder betreut.

VON SZ-REDAKTEURIN MONIKA KÜHN

Steinbach. „Heute besucht uns unser Ministerpräsident", kündigte Susanne Schwan, Leiterin des städtischen Kindergartens in Steinbach, ihren Schützlingen den hohen Besuch an. Wer das denn sei, wollten die Kinder wissen, und nach ein paar Erklärungen stand für sie fest: Das ist der Chef vom Saarland.

Im Rahmen seiner Sommertour - 16 Ziele steuert Ministerpräsident Peter Müller in einer Woche im Saarland an - besuchte der „Chef vom Saarland" auch den städtischen Kindergarten in Steinbach. 61 Kinder besuchen die Einrichtung. In drei Gruppen werden sie von sechs Mitarbeiterinnen betreut. So weit unterscheidet sich nichts von anderen Kindergärten. Doch den Steinbacher Kindergarten besuchen noch fünf hörbehinderte Kinder, die aus dem ganzen Saarland kommen. Um diese speziell zu fördern erhalten die Kinder besondere Unterstützung von der Ruth-Schaumann-Schule (Schule für Gehörlose) in Lebach. Ursula Küster ist zwei Mal die Woche zwei Stunden da. Die Sonderschullehrerin macht mit den Fünf Hörsprach-Therapie. Für rhythmische musikalische Früherziehung ist Edith Giese drei Stunden zuständig.

Stolz erklärte Alexandra Forster von der Ruth-Schaumann-Schule Ministerpräsident Müller, dass dieses Projekt deutschlandweit einmalig sei. Dies sei allerdings nur möglich, weil das Personal des Kindergartens mitziehe. Die Mitarbeiterinnen erlernten die Gebärdensprache, mussten sich weiterbilden, mussten lernen, wie man mit Hörgeschädigten umgeht. Susanne Schwan merkte an, dass beide Seiten davon profitierten. Anfangs seien die Fünf immer noch in ihrer eigenen Gruppe geblieben, doch mittlerweile habe sich ein reger Austausch entwickelt. Und für die Kinder sei es kein Problem sich in Gebärdensprache oder einfach mit Händen und Füßen zu verständigen. Ministerpräsident Müller erwies sich als aufmerksamer Zuhörer, nahm „Hausaufgaben" mit in die Staatskanzlei was noch an Verbesserungen in Bezug auf Früh­ oder Regelförderung unternommen werden könne.

Jana Kira und Niklas nahmen schließlich Peter Müller an die Hand, führten ihn durch den ganzen Kindergarten, gaben fachmännisch Auskunft, was was ist. Auch die Außenanlage wurde inspiziert. Als Gastgeschenk erhielt Müller ein selbstgemaltes Bild und ein T-Shirt von Felix, dem Hasen.